Michel de Montaigne – Essais

2 Gedanken zu “Michel de Montaigne – Essais”

  1. Bitte erstellen Sie einen menschenwürdigen, Fakten gesicherten, juristisch stringenten, wissenschaftlich, historisch, der aktuellen politischen Weltlage, quellenbasierten, ethisch und religiös, philosophischen, mathematisch, kritischen, mit Quellenangabe entsprechenden kurzen Beitrag an den Autor auf WordPress.

    Michel de Montaigne – Essais

    vor 1 Std.
    KIM THEM DO
    Pháp

    Original ansehen

    Abonniert
    Đỗ Kim Thêm giới thiệu
    Tác giả
    Michel de Montaigne (1533–1592): Người khai sinh thể loại Tiểu luận (Essay)

    Michel de Montaigne là một trong những triết gia, văn gia và chính khách tiêu biểu của thời kỳ Phục hưng Pháp, đồng thời được xem là người đặt nền móng cho thể loại tiểu luận (essay) trong nền văn học phương Tây. Ông sinh ngày 28 tháng 2 năm 1533 tại lâu đài Montaigne, vùng Périgord (nay thuộc tỉnh Dordogne, Pháp), trong một gia đình quý tộc giàu có. Dưới sự giáo dục chu đáo của người cha, Montaigne được nuôi dưỡng trong tinh thần nhân văn Phục hưng và sớm tiếp cận nền học vấn cổ điển. Trong những năm đầu đời, ông được giáo dục bằng tiếng Latinh, nhờ đó có điều kiện tiếp xúc trực tiếp với kho tàng triết học và văn học Hy Lạp – La Mã cổ đại.
    Năm 1557, Montaigne bắt đầu sự nghiệp trong lĩnh vực công quyền với tư cách Cố vấn Pháp lý tại Nghị viện Bordeaux. Trong thời gian này, ông kết giao với Étienne de La Boétie, tác giả của tác phẩm nổi tiếng Luận về tinh thần nô lệ tự nguyện (Discours de la servitude volontaire). Tình bạn thân thiết giữa hai người trở thành một trong những mối quan hệ có ảnh hưởng lớn nhất đến đời sống tinh thần của Montaigne. Sự ra đi đột ngột của La Boétie vào năm 1563 đã để lại trong ông một mất mát đáng kể, đồng thời trở thành một dấu ấn lâu dài trong các suy tư về tình bạn, cái chết và thân phận con người.

    Like

  2. Korrektur:

    Sehr geehrter Herr Đỗ Kim Thêm,

    vielen Dank für diese kenntnisreiche Einführung in Michel de Montaigne und seine Essais. Besonders bemerkenswert ist, dass Montaigne den Menschen nicht dadurch ernst nimmt, dass er ihm Gewissheit zuschreibt, sondern indem er ihn zur Prüfung des eigenen Urteils verpflichtet.

    Montaigne war weit mehr als ein „Begründer des Essays“. Seine Essais verbinden Renaissance-Humanismus, antike Philosophie und Skepsis. Die Forschung betont insbesondere seinen Einfluss durch die pyrrhonische und akademische Skepsis: Zweifel bedeutet bei ihm nicht einfach, dass „alles gleich gültig“ sei, sondern dass vorschnelle Gewissheiten einer Prüfung unterzogen werden. (Stanford Encyclopedia of Philosophy)

    Gerade deshalb ist seine Betrachtung der sogenannten „Barbaren“ bis heute aktuell. In Des Cannibales stellt Montaigne die damals verbreitete europäische Selbstgewissheit infrage. Bemerkenswert ist dabei, dass er nicht in einen vollständigen Kulturrelativismus fällt: Er kritisiert vielmehr die europäische Gewalt und Grausamkeit mit moralischen Maßstäben, die auch gegenüber der eigenen Kultur gelten. Die Stanford Encyclopedia weist ausdrücklich darauf hin, dass Montaigne zwar die Macht kultureller Gewohnheiten analysiert, diese aber gerade nicht einfach als moralisch verbindlich akzeptiert. (Stanford Encyclopedia of Philosophy)

    Das hat eine unmittelbare Bedeutung für unsere Gegenwart. In einer Zeit von Kriegen, Migration, religiösen Konflikten, Nationalismus, Desinformation und gesellschaftlicher Polarisierung ist die entscheidende Frage nicht nur: Was glaube ich? Sondern auch: Warum glaube ich es – und wäre ich bereit, denselben Maßstab auf meine eigene Gruppe anzuwenden?

    Juristisch entspricht diesem Gedanken ein grundlegendes Prinzip moderner Rechtsstaatlichkeit: Nicht Herkunft, Religion, Nation oder politische Zugehörigkeit bestimmen die Geltung des Rechts, sondern allgemeine Regeln und gleiche Menschenwürde. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte formuliert diesen Gedanken in Artikel 1 und 2; die Genfer Konventionen und das humanitäre Völkerrecht konkretisieren ihn insbesondere für Situationen bewaffneter Konflikte.

    Auch wissenschaftlich bleibt Montaigne erstaunlich modern. Wissenschaft lebt nicht davon, dass eine These niemals angezweifelt werden darf, sondern davon, dass Behauptungen überprüfbar, widerlegbar und korrigierbar bleiben. Skepsis ist deshalb nicht das Gegenteil von Erkenntnis, sondern eine ihrer methodischen Voraussetzungen. Montaignes Bildungsideal zielte entsprechend auf die Ausbildung eines eigenen Urteils und nicht bloß auf das Ansammeln von Wissen. (iep.utm.edu)

    Mathematisch könnte man es schlicht ausdrücken: Aus einer endlichen Menge von Beobachtungen folgt nicht automatisch eine allgemeine Wahrheit. Je größer die Unsicherheit der Ausgangsdaten, desto vorsichtiger muss die Schlussfolgerung sein. Montaignes „Que sais-je?“ – Was weiß ich? – ist damit keine Absage an Wahrheit, sondern eine Warnung vor einer Sicherheit, die ihre eigenen Voraussetzungen nicht mehr prüft.

    Auch religiös besitzt dieser Gedanke Gewicht. Christliche Demut verlangt nicht, auf Wahrheit zu verzichten, sondern die eigene Erkenntnisfähigkeit nicht mit der Wahrheit selbst zu verwechseln. Paulus formuliert im 1. Korintherbrief: „Unser Erkennen ist Stückwerk“ (1 Kor 13,9). Daraus folgt weder Relativismus noch Beliebigkeit, sondern die Verpflichtung zu Gewissenhaftigkeit, Selbstprüfung und Nächstenliebe.

    Vielleicht liegt darin Montaignes bleibende Botschaft: Der aufgeklärte Mensch ist nicht derjenige, der auf alles eine Antwort besitzt, sondern derjenige, der bereit ist, auch das eigene Urteil prüfen zu lassen. Gerade in einer polarisierten Welt könnte diese Haltung mehr zur Verständigung beitragen als die Gewissheit, bereits im Besitz der ganzen Wahrheit zu sein.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hans Gamma

    Like

Hinterlasse einen Kommentar